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Was kann Phytoplankton für die Bewertung von Fließgewässern nach der WRRL leisten?
Das Phytoplankton kann zu einer erheblichen Sekundärverschmutzung in Fließgewässern (FG) führen, die über den Sauerstoffhaushalt und die Trübung andere biologische Gruppen schädigt. Eine Bewertung von FG anhand des Phytoplanktons wird von der EU-Wasser- rahmenrichtlinie (EU-WRRL 2000) gefordert, doch sollte sie vorrangig nur für planktonreiche FG-Abschnitten einschließlich des Phytoplanktons erfolgen (Nixdorf u.a. 2001, Behrendt & Opitz 2001). Für FG-Typen, die von Makrophyten oder dem Phytobenthos dominiert oder deren physikalisch-chemischen Bedingungen ungeeignet zur Phytoplanktonbildung sind, ist eine Bewertung anhand des Phytoplanktons wenig sinnvoll. Deshalb werden Kriterien vorgestellt, welche „planktondominierte“ von „nicht planktondominierten“ FG-Typen abgren- zen. Das Gesamtbiovolumen und die Zusammensetzung des Phytoplanktons sind in planktondominierten FG-Abschnitten ähnlich wie in stehenden Gewässern grundsätzlich zur Trophiebewertung geeignet. Als nicht ortsgebundene biologische Komponente unterliegt das Phytoplankton jedoch neben den Einflüssen aus dem zu bewertenden FG-Abschnitt auch denen aus dem Einzugsgebiet.
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