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Biologische Trophieindikation mit Phytoplankton – Stärken und Schwächen von Indikatortaxa
In von der Länderarbeitsgemeinschaft Wasser getragenen (Länderfinanzierungsprogramm Wasser und Boden) und fachlich unterstützten Projekten konnte in den letzten Jahren zur nationalen Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie ein Verfahren entwickelt werden, mit welchem in den Ökoregionen Norddeutsches Tiefland und Alpen natürliche Seen mit Phytoplankton bewertet werden können. Aus dem Verfahrensentwurf von Nixdorf et al. (2006) wurde die wasserwirtschaftliche Praxistauglichkeit in einem Praxistest weiter erhöht (Mischke et al. 2008). Eine Erweiterung auf die Ökoregion Mittelgebirge sowie künstliche und erheblich veränderte Seen sowie Sondertypen natürlicher Seen erfuhr das Verfahren mit Anpassungen und Weiterentwicklungen durch Hoehn et al. (2009). Somit stehen für alle deutschen Seentypen nach der Seentypologie von Mathes et al. (2002) bereits mehrfach modifizierte Module zur ökologischen Zustandsbewertung mit Phytoplankton zur Verfügung. Der Beitrag befasst sich mit einem Teilmetric des Verfahrens, dem Phytoplankton-Taxa-Seen- Index (PTSI), welcher sowohl zur Trophieklassifizierung als auch in Bezug zur Referenzsituation zur Trophiebewertung von Seen herangezogen werden kann. Diesem auf der Artenzusammensetzung der Phytoplanktonbiozönose basierende Index liegen typspezifische bzw. für die Ökoregionen und Gewässerarten angepasste Indikatorlisten zugrunde.
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